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Strukturwandel in den sächsischen Braunkohleregionen

Mit dem Lausitzer und dem Mitteldeutschen Braunkohlerevier gehört Sachsen zu einer der größten Braunkohleregionen.

Allein in der Lausitz leben über eine Million Bürgerinnen und Bürger, die eine Hälfte im sächsischen, die andere Hälfte im brandenburgischen Teil der Wirtschaftsregion. Die Lausitz ist auch das zweitgrößte deutsche Braunkohlerevier, in dem etwa 24.000 Arbeitsplätze von der Braunkohle abhängig sind.

Daneben sind im Mitteldeutschen Revier, das sich im Süden Sachsen-Anhalts und im Westen Sachsens erstreckt, unmittelbar 2800 Menschen in der Braunkohleindustrie beschäftigt.

Aus Ideen müssen jetzt Gesetze werden

Ein Mann, links daneben ein Zitat: „Wir konnten wichtige Punkte im Gesetzentwurf verankern und haben jetzt deutlich mehr Planungs- und Rechtssicherheit für die Strukturentwicklung in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier.“ © Pawel Sosnowski

Die von der Regierung eingesetzte Kohlekommission hat sich auf einen Kohleausstieg bis 2038 verständigt. Im Abschlussbericht werden 40 Milliarden Euro Hilfen für die Kohleregionen in Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg vorgeschlagen.

»Für den Freistaat Sachsen ist der Zeitraum bis 2038 wichtig, um die Strukturentwicklung anpacken zu können«, sagte Kretschmer. Jährlich sollen die Reviere über 20 Jahre 1,3 Milliarden Euro erhalten, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Hinzu kommen weitere 700 Millionen Euro pro Jahr, um flexibel auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können.

Aus den Vorschlägen der Kohlekommission sollen jetzt zügig Gesetze gemacht werden. Dazu braucht es eine Planungsbeschleunigung, um beim Bau von Straßen und Schienen, sowie beim schnellen Internet zügig voran zu kommen. Dafür hat das Bundeskabinett Gesetzesentwurf zur Strukturentwicklung der Kohleregionen beschlossen. „Die langwierigen und harten Verhandlungen mit dem Bund haben sich am Ende ausgezahlt. Wir konnten wichtige Punkte im Gesetzentwurf verankern und haben jetzt deutlich mehr Planungs- und Rechtssicherheit für die Strukturentwicklung in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier“ so Kretschmer.

Ministerpräsident Kretschmer unterwegs im Mitteldeutschen Revier

Aktuelle Entwicklungen zum Strukturwandel

Männer und Frauen stehen auf einer Bühne.

Informationsveranstaltungen zum Strukturwandel

Männer und Frauen stehen auf einer Bühne.

Ideenwettbewerb Sächsische Mitmach-Fonds

Ein Bildlogo, das eine Hand in einemm Viereck zeigt.
 

Sachsen setzt auf zukunftsfähiges Bauen - Technologiepark »Bauen 4.0« in Görlitz

Der Freistaat Sachsen setzt sich für ein zukunftsfähiges Bauen und die Bezahlbarkeit des Wohnens ein.

Hierzu sollen die Chancen der Digitalisierung genutzt werden. Mit der Errichtung des Technologieparks Bauen 4.0 in Görlitz soll ein wichtiger Schritt in diese Richtung unternommen werden.

Beim Technologiepark Bauen 4.0 handelt es sich um eine von der Technischen Universität Dresden (TUD) im Verbund mit anderen Partnern zu gründende Institution zur Förderung von Entwicklungs- und Wissenstransferleistungen.

Das Projekt wird als Maßnahme im Sofortprogramm für den Strukturwandel in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen mit einem Volumen von 15 Mio. Euro geführt.

Der Fokus des Projekts liegt auf der smarten Baustelle, in der innovative Baumethoden, Materialien und Baumaschinen eingesetzt werden. An realen Maschinen kann auf dem Forschungsgelände das Bauen 4.0 erprobt und weiterentwickelt werden.

Lausitz entwickelt sich weiter positiv

Ein Infografik mit Wirtschaftsdaten zur Industrieregion Lausitz.
Quellenangabe: 1 Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung 2 Lausitz Energie Bergbau AG 3 Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder   © Sächsische Staatskanzlei

Die Länder Sachsen und Brandenburg, der Bund und die EU leisten mit erheblichem Fördermitteln ihren Beitrag für eine positive Entwicklung der Lausitz. Von 1990 bis 2016 sind allein im Rahmen der »Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur« (GRW) rund 4,2 Milliarden Euro Fördermittel in die Lausitz geflossen. Neben der Energiewirtschaft haben sich dank dieser Förderpolitik weitere Branchen wie die Metallindustrie, die Kunststoff- und Chemieindustrie, der Anlagen-, Fahrzeug- und Maschinenbau, die Textilindustrie, die Ernährungsindustrie und die Papierindustrie fest etabliert.

Lausitz-Tourismus wächst stetig

Der Tourismus ist als Wirtschaftszweig hinzugekommen. Rund 100.000 Besucherinnen und Besucher zieht es jährlich ins Lausitzer Seenland, mit steigender Tendenz. Die weitere Entwicklung des Seenlands wird nicht nur den Reisemarkt beflügeln; sie wird auch die Lebensqualität der Region stärken und somit die Anziehungskraft auf Rückkehrer, Fachkräfte und junge Familien erhöhen.

Sachsen und Brandenburg werben gemeinsam für die Lausitz

Die Lausitz erstreckt sich zwischen Sachsen und Brandenburg, weßhalb die Strukturentwicklung der Region nur durch die Zusammenarbeit beider Länder gelingen kann. Dabei ist auch das Zusammenwirken aller Lausitzer Kommunen entscheidend für den gemeinsamen Erfolg.

Brandenburg und Sachsen werben verstärkt zusammen um Ansiedlungen für die Lausitz. Dafür haben die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) und die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) gemeinsam mit den Landkreisen der Ober- und Niederlausitz und der Stadt Cottbus die Standortbroschüre »Lausitz – Wirtschaftsregion für Wachstum und Zukunft« aufgelegt.

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