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Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Wir wollen

Ein starkes demokratisches Gemeinwesen ist der Grundstein für ein gutes Miteinander und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt aller Menschen im Freistaat Sachsen. Wir wollen das Ehrenamt weiter stärken und Kommunen so unterstützen, dass sie Fördermittel des Freistaates flexibler und mit weniger bürokratischem Aufwand einsetzen können.

Ich bin davon überzeugt, dass Sachsen genauso lebenswert, freundlich und sicher ist, wie wir es gemeinsam machen.

Michael Kretschmer

Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken

1,3 Mio. Euro für Ehrenamtspauschale

Gesellschaft lebt vom Mitmachen. Wir wollen das Ehrenamt als Stütze der Gesellschaft stärken. Der Zusammenhalt der Gesellschaft – Jung und Alt, Stadt und Land – ist uns wichtig. Zudem werden wir ein Maßnahmenpaket zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements auflegen.

Förderung des Ehrenamtes - »Wir für Sachsen«

3. Mio Euro zusätzlich bis 2020 für das Programm »Wir für Sachsen«

Das Ehrenamt ist für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft unverzichtbar. In Form eines Zuschusses sollen die freiwillig Engagierten insbesondere für Fahrt-, Porto-, Telefon- und Kopierausgaben sowie Aufwendungen für Büromaterialen oder ähnliche Ausgaben entschädigt werden.

Die Staatsregierung wird:

  • Ein Maßnahmenpaket zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements auflegen
  • Die Ehrenamtspauschale in 2018 mit 1,3 Millionen Euro fördern
  • Den Dialog miteinander stärken
 

Gesagt. Getan!

Staatsregierung stärkt Dialog miteinander: »Das Sachsengespräch«

Ministerpräsident Kretschmer besucht in diesem Jahr alle zehn sächsischen Landkreise und die drei kreisfreien Städte. Am Ende jedes Besuchtages findet am Abend »Das Sachsengespräch« statt. Es bietet die Möglichkeit, ohne Voranmeldung mit dem Ministerpräsidenten und Vertretern der Staatsregierung ins Gespräch zukommen. Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

Landesprogramm »Wir für Sachsen« unterstützt das Ehrenamt

Zwei Hände in einer Grafik mit den Jahreszahlen 2017 und 8,8 Mio Euro für 21601 ehrenamtliche Helfer sowie der Jahreszahl 2018 und 9 Mio Euro für 28.000 ehrenamtliche Helfer

Mit dem Landesprogramm »Wir für Sachsen« unterstützt die Staatsregierung das Ehrenamt: Bürgerschaftliches Engagement wird mit einer Aufwandsentschädigung von bis zu 40 Euro pro Monat und Ehrenamtler gefördert.

Wer bekommt die Zuschüsse?

Im Programm »Wir für Sachsen« stehen 2018 insgesamt neun Millionen Euro bereit. Gedacht ist der Zuschuss für alle, die:

  • in der Jugendarbeit oder
  • Altenhilfe helfen,
  • Migranten unterstützen oder
  • Kinder im Naturschutz ehrenamtlich unterrichten.

Auch ehrenamtliche Feuerwehrkameraden, Laienmusiker und andere gesellschaftlich Engagierte können Aufwandsentschädigungen erhalten.

Wo gibt es die Aufwandsentschädigung?

Verteilt werden die Mittel über die Bürgerstiftung Dresden, der Projektträger (z. B. Verein) muss die Mittel bei der Bürgerstiftung beantragen. Allein im Jahr 2017 erhielten engagierte Bürgerinnen und Bürger Aufwandsentschädigungen im Gesamtfördervolumen von 8,8 Millionen Euro.

Förderung des Ehrenamtes in der Praxis: Heimatverein Dittmannsdorf

Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch und hält ein Papier in der Hand.
Enrico Münzer, Chef des Heimatvereins Dittmansdorf  © Heimatverein Dittmannsdorf e. V.

Wenn der Heimatverein Dittmannsdorf Fasching feiert, kommen von überall Menschen herbei und feiern mit. »Viele unserer Mädchen, die nun anderswo leben, kommen wieder zurück, um mitzufeiern. Manche wirken auch heute noch als Tänzerinnen mit«, erzählt der Chef vom Dittmannsdorfer Heimatverein, Enrico Münzner Jeder, der Dittmannsdorf kennt, weiß, dass es hier dann eine große Party gibt.

Heimatverein belebt Dorf

Seit 26 Jahren engagieren sich Bürger für ein lebendiges Dittmannsdorf und organisieren Kinderfeste und Nordic Walking, kümmern sich um das Heimatmuseum und umliegende Wanderwege. »Wir betreiben einen Jugendclub, mit unserem Heimatblatt hat unser Dorf sogar eine eigene Zeitung«, zählt der Vereinsvorsitzende eine Auswahl der Aktivitäten auf.

Aufwandsentschädigung hilft direkt

Ein Mann und eine Frau schrauben an einer Parkbank.
Der Heimatverein Dittmannsdorf kümmert sich auch um die Instandhaltung der umliegenden Wanderwege.  © Heimatverein Dittmannsdorf e. V.

Ohne Helfer wäre das breite Angebot kaum zu stemmen. Knapp 200 Mitglieder hat der Verein, etwa 50 kommen von außerhalb. Einer von ihnen, ein Herr Mitte 50 aus Zschopau, hilft mit, das Heimatblatt herzustellen und die Wanderwege instandzuhalten.

»Er ist alleinstehend und arbeitslos – für ihn fallen die Fahrtkosten ins Gewicht«, erzählt Münzner. »Da ist die Aufwandsentschädigung aus dem Programm »Wir für Sachsen« eine gute Sache. Ihm helfen die 40 Euro schon sehr weiter.«

Bei uns funktioniert das Dorfleben noch

Auch viele junge Menschen helfen mit. »Wir haben von Anfang an Veranstaltungen für alle Altersgruppen auf die Beine gestellt«, sagt Chef-Organisatorin Doris Hofmann. »Das mag vielleicht auch ein Grund dafür sein, dass wir hier – anders als viele andere Dörfer – einen Zuzug von jungen Leuten haben.«

Gäbe es den Verein nicht, wäre Dittmannsdorf womöglich längst eine Gemeinde, aus denen die Jungen abwandern. Enrico Münzner: »Ich denke, das ist auch ein Grund, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt bei uns so stark ist. Bei uns funktioniert das Dorfleben noch.«

Förderung des Ehrenamtes in der Praxis: Verein Königsteiner Lichtspiele

Eine Frau mit einer Brille.
Simone Leonhardi vom Verein Königsteiner Lichtspiele e. V.  © Königsteiner Lichtspiele e. V.

In Königstein (Sächsische Schweiz) kümmert sich der hier tragende Verein um das alte Kino. »Wir kannten es noch aus DDR-Zeiten«, erinnert sich Simone Leonhardi vom Verein Königsteiner Lichtspiele e. V.

»Nach der Wende wurden leider nur noch niveaulose Filme gezeigt, irgendwann stand das Kino zum Verkauf. Da haben wir uns gesagt: Wir machen das – und nicht nur: Gucken wir mal…«

Der Kinosaal des Lichtspielhauses in Königstein.
Der Kinosaal des Lichtspielhauses in Königstein.  © Königsteiner Lichtspiele e. V.

Mehr als nur Kino

Ein Kino von Außen.
Das Lichtspielhaus in Königstein  © Königsteiner Lichtspiele e. V.

2010 gründeten sie den Verein, 2011 folgte die erste Kinovorstellung. »Auf Anhieb kamen 170 Leute. Die Menschen haben sich gefreut, dass im Kino wieder etwas los war.« 2012 übertrugen die Leonhardis das Haus auf den Verein. Der zeigt seitdem fast jeden Monat einen Kinofilm – wobei vor allem anspruchsvolle Programmkino-Streifen und DDR-Klassiker über die selbstgenähte Leinwand flimmern.

»Ich finde es gut, dass es so ein Programm gibt«

Beim Filmvorführen ist es aber nicht geblieben: Der Verein richtet Konzerte und Ehrenamtstage im Lichtspielhaus aus und war schon Gastgeber für Jugendgottesdienste und Theaterpremieren. »Und als 2014 die ersten Flüchtlinge nach Königstein kamen, haben wir Deutschkurse organisiert, noch bevor das offiziell richtig losging«, erinnert sich Simone Leonhardi.

Inzwischen ist der Königsteiner Lichtspiele e. V. ein fester Partner für das Stadtleben in Königstein geworden. Und auch dieser Verein bekommt Unterstützung vom Programm »Wir für Sachsen«. »Ich finde es gut, dass es so ein Programm gibt«, sagt Simone Leonhardi.

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