Sachsen-Monitor 2026
Die Sächsische Staatsregierung stellte am 03. November 2026 den Sachsen-Monitor 2026 vor. Nach den jährlichen Erhebungen 2016 bis 2018 sowie 2021/22 und 2023 liegt nunmehr der sechste Sachsen-Monitor vor. Das diesjährige Sonderthema umfasste die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger zum Thema Transformation.
Für den Sachsen-Monitor 2026 wurden im Zeitraum vom 14. März bis zum 14. Juni 2026 insgesamt 2.031 Personen in ganz Sachsen befragt. Wie bei früheren Sachsen-Monitoren wurde die Befragung mittels eines standardisierten Fragebogens in persönlichen Interviews durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die sächsische Bevölkerung ab 18 Jahren.
Die Umfrage im Detail
- Grundgesamtheit: Bevölkerung in Sachsen ab 18 Jahren
- Art der Befragung: Computergestützte persönliche Interviews
- Stichprobengröße: n=2.031
- Erhebungszeitraum: 14. März bis 14. Juni 2026
- Zufallsstichprobe
- Gewichtung nach Alter, Geschlecht und Bildung, Erwerbstätigkeit
Die Ergebnisse des Sachsen-Monitors 2026
Hinweis: Die in den Texten und Grafiken in Klammern angegebenen Zahlen stellen die prozentuale Veränderung gegenüber dem Jahr 2023 dar.
Mit knapp 61 Prozent blickt die große Mehrheit der Sachsen weiterhin optimistisch in die Zukunft (2023: 63 Prozent). In den jüngeren Altersgruppen liegt der Wert sogar bei über zwei Dritteln.
Auch das formale Bildungsniveau macht erneut einen Unterschied: 78 Prozent der Menschen mit Hochschulabschluss und 75 Prozent der Personen mit Abitur oder EOS-Abschluss zeigen sich zuversichtlich. Bei den Sachsen mit Hauptschulabschluss überwiegen leicht die Pessimisten gegenüber den Optimisten.
Persönliche Zukunftserwartungen
Sehen Sie Ihrer persönlichen Zukunft eher optimistisch oder eher pessimistisch entgegen?
Der Blick auf die wirtschaftliche Situation Sachsens hat sich angesichts der globalen Herausforderungen weiter eingetrübt. 62 Prozent schätzen die wirtschaftliche Lage des Freistaates schlecht (Sachsen-Monitor 2023: 45 Prozent). Der abnehmende Optimismus spiegelt sich in allen soziodemografischen Gruppen und den Regionen wider. Im Gegensatz dazu wird die eigene wirtschaftliche Situation von knapp 67 Prozent der Sachsen als eher oder sehr gut eingeschätzt.
Bewertung der wirtschaftlichen Lage Sachsens
Wie beurteilen Sie ganz allgemein die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Sachsen?
Bewertung der eigenen wirtschaftlichen Situation
Wie beurteilen Sie Ihre eigene wirtschaftliche Situation?
Die Sachsen sind mit ihren persönlichen Lebensumständen überwiegend zufrieden. Dennoch sind gegenüber 2023 teilweise deutliche Rückgänge in der Zufriedenheit zu verzeichnen. 89 Prozent der Befragten bewerten ihre Wohnsituation positiv. Ebenfalls weiterhin hoch ist die Zufriedenheit mit dem Ausmaß an Freizeit (78 Prozent), der Sicherheit auf Plätzen und Straßen (73 Prozent) sowie der gesundheitlichen Lage (73 Prozent). Auch bei der Beschäftigungssituation (65 Prozent) und der haus- und fachärztlichen Versorgung (62 Prozent) herrscht unter den Sachsen hohe Zufriedenheit. Gegenüber dem Sachsen-Monitor 2023 ist die Zufriedenheit mit der sozialen Absicherung (57 Prozent; minus 11 Prozentpunkte) und der haus- und fachärztlichen Versorgung (minus 7 Prozentpunkte) deutlich gesunken. Die Zufriedenheit mit den Lebenshaltungskosten (25 Prozent) bewegt sich auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie zur letzten Befragung 2023.
Zufriedenheit mit Lebensumständen
Wie zufrieden sind Sie mit Ihren persönlichen Lebensumständen?
Weiterhin dominiert der Stolz auf das Erreichte seit der Friedlichen Revolution. 85 Prozent der Bürger stimmen der Aussage zu, dass man stolz sein kann »auf das, was hier in Sachsen seit 1990 erreicht wurde«. 78 Prozent sind der Ansicht, dass Sachsen den Vergleich mit vielen westdeutschen Bundesländern nicht zu scheuen braucht. Mit Blick auf die anderen ostdeutschen Bundesländer, wird Sachsens wirtschaftliche Lage weiterhin mehrheitlich besser eingeschätzt.
Nur noch knapp die Hälfte (51 Prozent) sind der Überzeugung, dass die Ostdeutschen in Deutschland eher »Bürger zweiter Klasse« sind (2023: 60 Prozent). Ebenfalls sieht zwar noch die Mehrheit aber nur noch 63 Prozent (2023: 75 Prozent) der Befragten die Leistungen der Ostdeutschen für den Aufbau Ostdeutschlands nicht angemessen gewürdigt.
Seit 2018 steigt die Zustimmung zu der Aussage, dass die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei, stetig an (2018: 39 Prozent, 2021/22: 55 Prozent, 2023: 60 Prozent) – bei der diesjährigen Befragung um knapp 8 Prozentpunkte auf 68 Prozent.
Leben in Sachsen I
Ich lese Ihnen nun einige Aussagen zu Sachsen vor. Bitte sagen Sie mir jeweils, ob Sie der Aussage voll zustimmen, eher zustimmen, eher nicht zustimmen oder gar nicht zustimmen.
Leben in Sachsen II
Ich lese Ihnen nun einige Aussagen vor, zu denen es unterschiedliche Meinungen gibt. Bitte sagen Sie mir jeweils, ob Sie voll zustimmen, eher zustimmen, eher nicht zustimmen oder gar nicht zustimmen.
Wenn auch leicht steigend, werden die Möglichkeiten auf einen sozialen Aufstieg von 55 Prozent der Sachsen skeptisch beurteilt (2023: 58 Prozent). Die jüngste Zielgruppe ist weiterhin am optimistischsten: 48 Prozent schätzen die Aufstiegschance als sehr oder eher gut ein.
Nach den persönlichen Chancen gefragt, überwiegt diesmal etwas stärker der Pessimismus (53 Prozent). Mit Blick auf die Zukunft der eigenen Kinder sehen indes nur noch 62 Prozent (minus 8 Prozentpunkte) sehr gute oder gute Chancen auf einen sozialen Aufstieg.
Die Angst vor dem sozialen Abstieg ist mit 26 Prozent nahezu gleichbleibend weiterhin gering. Die Befürchtung des sozialen Abstieges der eigenen Kinder ist wieder leicht besser (26 Prozent; 2023: 27 Prozent, 2018: 22 Prozent).
Soziale Aufstiegschancen
Wie sind Ihrer Meinung nach heutzutage die Chancen in Deutschland sozial aufzusteigen?
Persönliche Abstiegsgefahr
Wie schätzen Sie die Gefahr ein, dass Sie persönlich sozial absteigen?
Die Sachsen haben, wenn auch leicht abnehmend, weiterhin einen kritischen Blick auf Deutschland: 61 Prozent (minus drei Prozentpunkte) sind der Meinung, dass es in unserem Land eher ungerecht zugeht (2021/22: 57 Prozent, 2018: 49 Prozent).
Wenn auch leicht gestiegen, geben nur knapp 56 Prozent an, ihren gerechten Teil zu erhalten. 39 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Als Gründe werden insbesondere nicht existenzsichernde Löhne, Sozialleistungen und Renten (23 Prozent) und zu niedrige Bezahlung oder mangelnde Würdigung der Arbeitsleistung (21 Prozent) genannt.
Gerechtigkeit in Deutschland
Finden Sie, dass es in Deutschland alles in allem eher gerecht oder ungerecht zugeht?
Gerechtigkeitsempfinden
Im Vergleich dazu, wie andere hier in Deutschland leben: Glauben Sie, dass Sie Ihren gerechten Anteil erhalten?
Für 87 Prozent (2023: 83 Prozent) der Sachsen ist die Demokratie eine gute Regierungsform. Gleichzeitig hat die Zufriedenheit damit, wie die Demokratie in der Praxis in Deutschland funktioniert, leicht zugenommen. Doch weiterhin zeigen sich lediglich 44 Prozent eher zufrieden oder sehr zufrieden (gegenüber 41 Prozent im Sachsen-Monitor 2023). Die Unzufriedenheit ist unter jüngeren Menschen im Alter bis 29 Jahren deutlich geringer (55 Prozent sind sehr oder eher zufrieden) als bei älteren Sachsen.
Zufriedenheit mit der Demokratie
Halten Sie die Demokratie ganz allgemein für eine gute Regierungsform oder eine schlechte Regierungsform?
Funktionieren der Demokratie
Wie zufrieden sind Sie mit der Art und Weise, wie die Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland in der Praxis funktioniert?
Das Vertrauen der Sachsen in die demokratischen Institutionen hat gegenüber 2023 wieder etwas zugenommen.
Der Sächsischen Landesregierung vertrauen weiterhin 44 Prozent der Bürger. Dem Sächsischen Landtag vertrauen 43 Prozent, dem Bundestag 28 Prozent (plus vier Prozentpunkte) und der Bundesregierung 19 Prozent (plus zwei).
Die größten Vertrauenszuwächse haben die Medien mit 27 Prozent (plus 13 Prozentpunkte), das Bundesverfassungsgericht mit 63 Prozent (plus neun), die Polizei mit 72 Prozent (plus sieben), die Wissenschaft mit 72 Prozent (plus sieben), die Gerichte mit 62 Prozent (plus sieben) und die Kirchen mit 27 Prozent (plus sieben).
Erstmals wurde nach dem Vertrauen in die Bundeswehr gefragt. Sie genießt 50 Prozent Vertrauen der befragten Sächsinnen und Sachsen.
Vertrauen in Institutionen
Wie viel vertrauen Sie den folgenden Einrichtungen und Organisationen?
Das Interesse am politischen Geschehen nimmt nur leicht ab. 43 Prozent der Sachsen interessieren sich stark oder sehr stark für Politik (minus einen Prozentpunkt). In der Befragung 2026 gibt es zwischen den Altersgruppen keine nennenswerten Auffälligkeiten.
Interesse an Politik
Wie stark interessieren Sie sich für Politik im Allgemeinen/Deutschland?
Die Wahlabsicht ist hoch: Über 82 Prozent der Sachsen bejahen die Fragen, an den Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahlen teilzunehmen, wenn diese am kommenden Sonntag stattfinden würden.
91 Prozent der Sachsen hat dies bereits getan oder würde sich an Unterschriftenaktionen sowie 86 Prozent an Bürger- und Volksentscheiden beteiligen. Doch lediglich 26 Prozent haben bereits oder würden in einer politischen Partei mitarbeiten. Dagegen würden sich 44 Prozent in einer Gewerkschaft oder im Personalrat engagieren und über die Hälfte würde oder hat bereits in einer Bürgerinitiative oder deinem politischen Verband oder Verein (52 Prozent; 2023: 45 Prozent) mitgewirkt. Zwei Drittel würden sich an einer Demonstration beteiligen, 36 Prozent der Befragten haben dies bereits getan. Weiterhin lehnen fast zwei Drittel Politische Meinungsäußerungen im Internet ab – die Ausnahme bilden die jüngeren Altersgruppen (18- bis 29-Jährige: Zustimmung von 59 Prozent, 30-39-Jährige: 56 Prozent).
Einen Rückgang verzeichnet die Auffassung, dass »nur direkte Demokratie wahre Demokratie ist« (57 Prozent, minus neun Prozentpunkte gegenüber 2023). Über die Hälfte sieht dabei die Gefahr des Missbrauchs durch Demagogen – wenn auch mit einem erheblichen Rückgang um 14 Prozentpunkte.
Politische Einflussnahme
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in einer für Sie wichtigen Sache politischen Einfluss zu nehmen. Welche der folgenden Dinge haben Sie schon getan, welche würden Sie tun und welche würden Sie nicht tun?
Menschenfeindliche und nationalistische Einstellungen sind in der sächsischen Bevölkerung weiterhin von hoher Bedeutung, insb. beim Antisemitismus, haben aber im Vergleich zur letzten Befragung in einigen Bereichen stark abgenommen.
Ressentiments gibt es insbesondere gegenüber Ausländern: 60 Prozent der Bürger empfinden Deutschland als »durch Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet« (minus 4 Prozentpunkte im Vergleich zu 2023), die eigene Umgebung nimmt dagegen nur ein Viertel der Befragten als »überfremdet« wahr (24 Prozent; minus fünf).
Menschenfeindliche Haltungen bestehen gegenüber Langzeitarbeitslosen (61 Prozent, minus fünf Prozentpunkte), Muslimen (51 Prozent, minus vier Prozentpunkte), Sinti und Roma (47 Prozent, plus eins) sowie gleichgeschlechtlich lebenden Menschen (35 Prozent, plus fünf). 22 Prozent der Sachsen stimmen der Aussage zu, dass auch heute noch der Einfluss der Juden zu groß ist.
Aussagen I
Ich lese Ihnen nun einige Aussagen über Deutschland und die Deutschen vor, zu denen es unterschiedliche Meinungen gibt. Bitte sagen Sie mir jeweils, ob Sie voll zustimmen, eher zustimmen, eher nicht zustimmen oder gar nicht zustimmen.
Aussagen II
Ich lese Ihnen nun einige Aussagen vor, zu denen es unterschiedliche Meinungen gibt. Bitte sagen Sie mir jeweils, ob Sie voll zustimmen, eher zustimmen, eher nicht zustimmen oder gar nicht zustimmen?
Während in den vorherigen Sachsen-Monitoren die wahrgenommene Glaubwürdigkeit unterschiedlicher Mediengattungen untersucht wurde, erfasst die aktuelle Befragung, wie häufig diese Angebote zur aktiven Information über Politik genutzt werden.
Am weitesten verbreitet sind Angebote öffentlich-rechtlicher Sender. 52 Prozent nutzen diese häufig. An zweiter Stelle stehen die Angebote privater Sender. 37 Prozent nutzen sie häufig und 30 Prozent gelegentlich. Tageszeitungen in gedruckter oder digitaler Form werden von 28 Prozent häufig und von 19 Prozent gelegentlich genutzt. Soziale Medien werden von 23 Prozent häufig und von 22 Prozent gelegentlich genutzt. Damit greifen 45 Prozent mindestens gelegentlich auf Angebote wie Facebook, Instagram, X oder TikTok zurück. Video-Plattformen (z.B. YouTube) erreichen eine ähnlich große Bevölkerungsgruppe. 17 Prozent nutzen sie häufig und 24 Prozent gelegentlich. Zeitschriften und Magazine werden seltener genutzt. 11 Prozent greifen häufig und 24 Prozent gelegentlich auf entsprechende Print- oder Onlineangebote zurück. KI-basierte Informationsangebote haben bereits einen Teil der Bevölkerung erreicht. 6 Prozent nutzen Angebote wie ChatGPT oder Google AI häufig, 19 Prozent gelegentlich und weitere 18 Prozent selten. Insgesamt verfügen damit 43 Prozent zumindest über seltene Nutzungserfahrungen. Podcasts hören 8 Prozent häufig und 16 Prozent gelegentlich, während 60 Prozent Podcasts nie zur politischen Information nutzen. Die Boulevardpresse weist die geringste regelmäßige Reichweite auf: 4 Prozent nutzen sie häufig und 14 Prozent gelegentlich.
Wie häufig nutzen Sie die folgenden Medienangebote, um sich aktiv über Politik zu informieren? Wie ist das mit …
Das diesjährige Sonderthema, das der Beirat zum Sachsen-Monitor gewählt hat, beschäftigte sich mit Fragen der Transformation, einschließlich der Sicherheitspolitik. Bei der Transformation geht es dem Beirat insb. um den Umgang mit und die Auswirkungen auf die Veränderungsprozesse, insb. auf die mentale Gesundheit. Daneben erscheint dem Beirat vor dem Hintergrund der globalen Herausforderungen die Erhebung der Wahrnehmung der Sachsen auf die veränderte sicherheitspolitische Lage besonders bedeutend.
Ergebnisse Einstellungen zu Veränderungen/mentale Gesundheit:
23 Prozent überfordern die Veränderungen in der Welt (49 Prozent sind gegenteiliger Meinung). Frauen (41 Prozent) sehen häufiger eine Beeinträchtigung ihres emotionalen Wohlbefindens aufgrund der Veränderungen als Männer (31 Prozent). 70 Prozent sind bereit, sich auf neue Entwicklungen und Veränderungen einzustellen. Die Offenheit gegenüber Veränderungen fällt unter jüngeren und höher gebildeten Befragten stärker aus (18- bis 29-Jährige: 86 Prozent Zustimmung, 70- bis 79-Jährige: 33 Prozent). 81 Prozent meinen, dass Entscheidungen über große Veränderungen zu oft ohne die Bevölkerung getroffen werden. Zustimmung (31 Prozent) vs. Ablehnung (30 Prozent) von KI als Chance der Wirtschaft und Gesellschaft halten sich die Waage.
Ergebnisse Einstellungen zur Sicherheitspolitik:
53 Prozent befürworten eine außenpolitische Strategie der EU, die auf der Zusammenarbeit mit den NATO-Staaten beruht. 35 Prozent sind für eine erweiterte NATO-Zusammenarbeit mit demokratischen Partnerstaaten, wie Japan und Australien; 18 Prozent nur für eine Zusammenarbeit mit den NATO-Staaten. Lediglich 11 Prozent wollen eine stärkere Zusammenarbeit mit Russland.
39 Prozent sind für Waffenlieferungen an angegriffene Staaten zur Selbstverteidigung; 32 Prozent sind dagegen. Männer stimmen häufiger zu als Frauen (50 Prozent ggü. 29 Prozent).
52 Prozent unterstützen die Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht. Unter den 60- bis 69-Jährigen beträgt die Zustimmung 63 Prozent, unter den 18- bis 29-Jährigen lediglich 30 Prozent.
Ergebnisse als Download
Auf Anfrage stellen wir Ihnen den SPSS-Datensatz für wissenschaftliche Zwecke gern zur Verfügung.
- Ergebnisbericht »Sachsen-Monitor 2026« (*.pdf, 6,63 MB) alle Ergebnisse in einem PDF-Dokument zusammengefasst
- Stellungname des Beirates zum Bericht »Sachsen-Monitor 2026« (*.pdf, 90,46 KB)
- Tabellenbericht »Sachsen-Monitor 2026« (*.pdf, 26,59 MB)
Fazit zum Sachsen-Monitor 2026
Der Erhebungszeitraum im Sommer 2026 war geprägt von zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheiten (u.a. gestiegene Spritpreise), die Entwicklung der Lebenshaltungskosten, internationalen Kriegen und Konflikten (Ukraine/Russland, Iran/USA/Israel) sowie die Diskussion über die wirtschaftliche und technologische Transformation. Hinzu kommen Fragen der Zuwanderung, des demografischen Wandels, der regionalen Entwicklung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Diese Themen werden im Sachsen-Monitor sowohl durch fortgeführte Fragen als auch durch das vom Beirat ausgewählte diesjährige Sonderthema »Transformation« zu grundlegenden Veränderungen aufgegriffen.
Insgesamt zeigt der Sachsen-Monitor 2026 eine Bevölkerung, die ihr persönliches und lokales Lebensumfeld vielfach positiv beurteilt, zugleich aber mit erheblicher Skepsis auf die wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Entwicklung blickt. Die Demokratie bleibt als Regierungsform breit unterstützt. Kritik richtet sich vor allem auf ihre praktische Funktionsweise, die wahrgenommene politische Repräsentation, soziale Gerechtigkeit und die Beteiligung der Bevölkerung. Das Gesamtbild ist damit weder einheitlich negativ noch uneingeschränkt positiv. Es ist geprägt von persönlicher Stabilität bei gesellschaftlicher Verunsicherung, demokratischer Grundüberzeugung bei politischer Distanz sowie grundsätzlicher Veränderungsbereitschaft bei gleichzeitigem Zweifel an der eigenen Vorbereitung und der Einbindung der Bevölkerung. Diese Spannungsverhältnisse bilden den zentralen Befund des Sachsen-Monitors 2026.